Mitgliederversammlung
am Montag, 2. März 2026 ab 19 Uhr im evang. Gemeindehaus
Bericht von Gudrun Haag-Erdöse, Fleiner Nachrichten vom 18. März 2026
Die diesjährige Mitgliederversammlung war sehr gut besucht und bot den Anwesenden ein abwechslungsreiches und
informatives Programm.
Für einen besonders stimmungsvollen Auftakt sorgten junge Musiker des Musikverein Frohsinn Flein, die mit ihrer musikalischen Einstimmung gleich zu Beginn für eine angenehme Atmosphäre sorgten.


Im Anschluss begrüßte der 1. Vorsitzende Horst Münzing die zahlreichen Mitglieder und Gäste und blickte gemeinsam
mit dem Vorstand auf ein ereignisreiches Vereinsjahr zurück. In seinem Bericht ließ der Vorstand die vielfältigen
Veranstaltungen und Aktivitäten des vergangenen Jahres Revue passieren und dankte allen engagierten Helferinnen und
Helfern für ihren Einsatz. Gleichzeitig gab er einen Ausblick auf die geplanten Projekte und Veranstaltungen im
kommenden Jahr, die erneut viele interessante Programmpunkte versprechen.
Der Kassier stellte den Kassenbericht vor und informierte transparent über die finanzielle Situation des Vereins. Die
Mitglieder konnten sich dabei von einer soliden und verantwortungsvollen Haushaltsführung überzeugen.
Besonders interessante Einblicke boten die Berichte aus den einzelnen Teams. Die Verantwortlichen informierten über ihre
Arbeit in den Bereichen Studienfahrt, Felsenhaus, Scheune und Archiv. Dabei wurde deutlich, mit wie viel Engagement
und Ideenreichtum in den verschiedenen Arbeitsgruppen gearbeitet wird. Die Mitglieder erhielten spannende Einblicke in
laufende Projekte sowie in die Planungen für die Zukunft.
Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt waren die Wahlen. Dabei wurden der 1. Vorsitzende Horst Münzing, der
Kassier Dr. Matthias Haug sowie die Beisitzer Miriam Roth, Steffen Baumann und Bernd Kurz einstimmig wiedergewählt.
Die Versammlung würdigte damit ihre engagierte Arbeit und das Vertrauen der Mitglieder in die bestehende
Vereinsführung.
Auch Ehrungen standen auf dem Programm: Mehrere Mitglieder konnten für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im Verein
ausgezeichnet werden. Mit großem Applaus dankte die Versammlung den Geehrten für ihre langjährige Treue und ihr
Engagement.
Im Anschluss an den offiziellen Teil der Mitgliederversammlung erwartete die Mitglieder noch ein besonderer
Programmpunkt. In einer eindrucksvollen Bilderpräsentation nahm Dr. Matthias Haug die Anwesenden mit auf eine
spannende Reise in und auf die Comburg in Schwäbisch Hall. Mit äußerst interessanten Erläuterungen zur Geschichte und
Bedeutung dieses historischen Ortes rundete der Vortrag über die „Himmelsstadt“ Die Grosscomburg bei Schwäbisch
Hall“ den gelungenen Abend ab.

Die Mitgliederversammlung endete in angenehmer Atmosphäre und mit vielen guten Gesprächen – ein schöner Beleg für
das lebendige Vereinsleben.
Café Naseweis geöffnet
am 22. Februar 2026 ab 14 Uhr im Felsenhaus in der Ilsfelder Straße
Bericht von Gerd Bergmann, Fleiner Nachrichten vom 4. März 2026
Dass das Kuchenbuffet im Felsenhaus zum „Café Naseweis“ wieder mit den verlockendsten Kuchen und Torten reich bestückt sein würde, das wussten die vielen treuen Stammgäste, die sich gleich bei Öffnung der Veranstaltung in seiner Guten Stube einfanden und von der ersten Minute an das Haus mit guter Laune füllten. Man rückte gerne zusammen um neu eintreffenden Gästen, darunter auch viele, die diese Traditionsveranstaltung zum ersten Mal besuchten und diese für sich entdeckten, Sitzplätze zu schaffen.


Und es tat der guten Laune auch keinen Abbruch, als selbst das Schlafzimmer des musealen Gebäudes, mit seinem Wickeltisch, noch ins Caféhausgeschehen miteinbezogen wurde. Viele, besonders die „neuen“ Gäste im Haus nahmen auch die Gelegenheit wahr, sich dessen Ausstellung anzusehen.
Dass das Angebot an Konditoreiwaren wieder gut angenommen (und gelobt) wurde und sich der Kuchentisch zusehends leerte, freut das fleißige Team, hatte man sich doch die viele Vorbereitungsarbeit nicht umsonst gemacht.
Dem Team sei hier, nach dem letzten „Café Naseweis“ dieser Saison, herzlicher Dank für ihre Arbeit und den Gästen ebenso herzlicher Dank für ihre Treue, ihre gute Laune und eine ansehnlich gefüllte Spendenbox ausgesprochen!
Der Winter neigt sich dem Ende zu und den nächsten lassen wir nicht eintreffen, ohne ihn im Herbst mit einer neuen Ausgabe von Café Naseweis zu begrüßen.
Sind Sie wieder dabei?
Einladung zum 4. Geschichtsabend in diesem Winterhalbjahr
am 23. Februar 2026 um 19 Uhr im Alten Rathaus mit Peter Wanner
Bericht von Gudrun Haag-Erdösi, Fleiner Nachrichten vom 11. Februar 2026
Auch beim letzten Geschichtsabend der Saison am
Montag, 23. Februar 2025, wieder um 19 Uhr im Alten Rathaus, stehen bekannte und unbekannte historische Geschehnisse in Flein im Mittelpunkt.

Fleiner Geschichte(n) im Alten Rathaus
3. Abend der 4. Staffel, Bericht von Gerd Bergmann, Fleiner Nachrichten vom 28. Januar 2026
Am Donnerstag dem 15. Januar füllte sich das Alte Rathaus wieder bis zum letzten Platz mit geschichtsinteressierten Zuhörern, um sich beim dritten Abend der Veranstaltungsreihe „Fleiner Geschichte(n) im Alten Rathaus“ vom Referenten Peter Wanner in die Vielfalt und Geheimnisse der Fleiner Flurnamen einführen zu lassen.
Nach dem gewohnten, diesmal kurz gehaltenen, Rückblick auf Ereignisse an diesem Kalendertag in der Fleiner Ortsgeschichte, führte die Bezugnahme auf eine im Jahre 1973, allerdings zwei Tage später, am 17. 01., durchgeführte Markungsumwanderung des Gemeinderates zum eigentlichen Thema:


Der Vielzahl und Interpretation von Flurnamen,
wie man sie auf alten Karten findet und wie sie in alten Urkunden genannt werden.
Im Mittelpunkt des Abends stand ein Lehensbrief des Klaraklosters aus dem 15. Jahrhundert, in dem beurkundet wird, welche Ländereien einem Bauern auf Fleiner Gemarkung zum Lehen gegeben wird; sowie die Sammlung Fleiner Flurnamen, die der bekannte frühere Schulleiter und Ortshistoriker Paul Fähnle zusammengestellt hat. (Verfasst in alter deutscher Schrift und teilweise nicht lesbar, hat Gerhard Münzing diese Liste in lateinische Schrift übertragen und Brigitte Wolf hat sie digitalisiert.) Allein die genannte Lehensurkunde nennt zur Lokalisierung und Identifizierung der verliehenen Ländereien an die 50 Flurnamen, die bezeugen, wie die Fleiner Gemarkung damals in kleinste geografische Einheiten aufgeteilt und in Sprache gefasst war. In der genannten Auflistung von Paul Fähnle sind es gar über 70. Viele davon sind aus den Karten und aus dem Bewusstsein der Bevölkerung verschwunden (Überbauungen, Flurbereinigungen, ...), viele aber auch heute noch bekannt und gebräuchlich, wie sich an der regen Anteilnahme der Zuhörerschaft erkennen ließ.
Diese alten Flurnamen, ihre Sammlung und Konservierung haben für die Geschichtsforschung einen hohen Zeugniswert, denn sie lassen Rückschlüsse auf frühere Besitzverhältnisse, Nutzungen und die Beschaffenheiten der bezeichneten Gebiete zu, bis hin zu historischen Ereignissen bei denselben. Die Interpretation der alten Quellen indes ist nicht einfach. Sprache war zur Entstehungszeit der alten Quellen noch nicht normiert, wie wir es heute gewohnt sind. Das damals gängige Vokabular war ein anderes und es war stark mundartlich geprägt. Manches ist dennoch leicht zu interpretieren:
„Klosterberg“ – „Aspenwald“ – „Landwehr“ - „Leimengrube“
In beiden genannten Quellen bleiben aber auch viele dort genannte Flurnamen rätselhaft, oder bieten zumindest Raum für vielfältige Interpretationen, denen sich auch der Leser / die Leserin anhand einiger Beispiele noch ein wenig hingeben darf:
„Edelys Berg“ – „Vytacker“ – „Wüzvers“ – „Der ander Flur gegen den wüwern hinus“
Als Publikation des Heimatvereins hat Emil Scheerle im Jahre 2007 die Broschüre
„Die Fleiner Flurnamen – Der Versuch einer Deutung ihrer Herkunft“ verfasst.

Vorschau:
Fleiner Geschichte(n) im Alten Rathaus
Bericht von Gudrun Haag-Erdösi, Fleiner Nachrichten vom 7. Januar 2026
Am Donnerstag, 15. Januar um 19 Uhr setzt der Heimatverein Flein seine beliebte Reihe zur Geschichte Fleins fort. Peter Wanner führt zunächst wieder zu den historischen Ereignissen des Tages zurück.
Im Mittelpunkt stehen dann aber besondere Geschichtszeugnisse: Die Flurnamen des Ortes. Brigitte Wolf hat eine Sammlung von Flurnamen ausgewertet, die Paul Fähnle Mitte der 1930er Jahre angelegt hat; der ehemalige Schulrektor war damals längst im Ruhestand. Dort gibt es Namen, die heute vergessen sind, wie die „Landwehr“, gelegen im Osten der Gemarkung.
Der Flurname „Landwehr“ in der „Urkarte“ aus den 1830er Jahren und in der Zusammenstellung von Paul Fähnle.
Auch beim letzten Geschichtsabend der Saison am Montag, 23. Februar 2026, wieder um 19 Uhr im Alten Rathaus, stehen bekannte und unbekannte historische Geschehnisse in Flein im Mittelpunkt.
