Einladung zum 4. Geschichtsabend in diesem Winterhalbjahr


am 23. Februar 2026 um 19 Uhr im Alten Rathaus mit Peter Wanner

Bericht von Gudrun Haag-Erdösi, Fleiner Nachrichten vom 11. Februar 2026


Auch beim letzten Geschichtsabend der Saison am

Montag, 23. Februar 2025, wieder um 19 Uhr im Alten Rathaus, stehen bekannte und unbekannte historische Geschehnisse in Flein im Mittelpunkt.



Fleiner Geschichte(n) im Alten Rathaus

3. Abend der 4. Staffel, Bericht von Gerd Bergmann, Fleiner Nachrichten vom 28. Januar 2026


Am Donnerstag dem 15. Januar füllte sich das Alte Rathaus wieder bis zum letzten Platz mit geschichtsinteressierten Zuhörern, um sich beim dritten Abend der Veranstaltungsreihe „Fleiner Geschichte(n) im Alten Rathaus“ vom Referenten Peter Wanner in die Vielfalt und Geheimnisse der Fleiner Flurnamen einführen zu lassen.


Nach dem gewohnten, diesmal kurz gehaltenen, Rückblick auf Ereignisse an diesem Kalendertag in der Fleiner Ortsgeschichte, führte die Bezugnahme auf eine im Jahre 1973, allerdings zwei Tage später, am 17. 01., durchgeführte Markungsumwanderung des Gemeinderates zum eigentlichen Thema: 

Der Vielzahl und Interpretation von Flurnamen,

wie man sie auf alten Karten findet und wie sie in alten Urkunden genannt werden. 


Im Mittelpunkt des Abends stand ein Lehensbrief des Klaraklosters aus dem 15. Jahrhundert, in dem beurkundet wird, welche Ländereien einem Bauern auf Fleiner Gemarkung zum Lehen gegeben wird; sowie die Sammlung Fleiner Flurnamen, die der bekannte frühere Schulleiter und Ortshistoriker Paul Fähnle zusammengestellt hat. (Verfasst in alter deutscher Schrift und teilweise nicht lesbar, hat Gerhard Münzing diese Liste in lateinische Schrift übertragen und Brigitte Wolf hat sie digitalisiert.) Allein die genannte Lehensurkunde nennt zur Lokalisierung und Identifizierung der verliehenen Ländereien an die 50 Flurnamen, die bezeugen, wie die Fleiner Gemarkung damals in kleinste geografische Einheiten aufgeteilt und in Sprache gefasst war. In der genannten Auflistung von Paul Fähnle sind es gar über 70. Viele davon sind aus den Karten und aus dem Bewusstsein der Bevölkerung verschwunden (Überbauungen, Flurbereinigungen, ...), viele aber auch heute noch bekannt und gebräuchlich, wie sich an der regen Anteilnahme der Zuhörerschaft erkennen ließ.

Diese alten Flurnamen, ihre Sammlung und Konservierung haben für die Geschichtsforschung einen hohen Zeugniswert, denn sie lassen Rückschlüsse auf frühere Besitzverhältnisse, Nutzungen und die Beschaffenheiten der bezeichneten Gebiete zu, bis hin zu historischen Ereignissen bei denselben. Die Interpretation der alten Quellen indes ist nicht einfach. Sprache war zur Entstehungszeit der alten Quellen noch nicht normiert, wie wir es heute gewohnt sind. Das damals gängige Vokabular war ein anderes und es war stark mundartlich geprägt. Manches ist dennoch leicht zu interpretieren:


„Klosterberg“ – „Aspenwald“ – „Landwehr“ - „Leimengrube“


In beiden genannten Quellen bleiben aber auch viele dort genannte Flurnamen rätselhaft, oder bieten zumindest Raum für vielfältige Interpretationen, denen sich auch der Leser / die Leserin anhand einiger Beispiele noch ein wenig hingeben darf:


„Edelys Berg“ – „Vytacker“ – „Wüzvers“ – „Der ander Flur gegen den wüwern hinus“


Als Publikation des Heimatvereins hat Emil Scheerle im Jahre 2007 die Broschüre

„Die Fleiner Flurnamen – Der Versuch einer Deutung ihrer Herkunft“ verfasst.



Vorschau:


Fleiner Geschichte(n) im Alten Rathaus

Bericht von Gudrun Haag-Erdösi, Fleiner Nachrichten vom 7. Januar 2026

Am Donnerstag, 15. Januar um 19 Uhr setzt der Heimatverein Flein seine beliebte Reihe zur Geschichte Fleins fort. Peter Wanner führt zunächst wieder zu den historischen Ereignissen des Tages zurück.

Im Mittelpunkt stehen dann aber besondere Geschichtszeugnisse: Die Flurnamen des Ortes. Brigitte Wolf hat eine Sammlung von Flurnamen ausgewertet, die Paul Fähnle Mitte der 1930er Jahre angelegt hat; der ehemalige Schulrektor war damals längst im Ruhestand. Dort gibt es Namen, die heute vergessen sind, wie die „Landwehr“, gelegen im Osten der Gemarkung.



Der Flurname „Landwehr“ in der „Urkarte“ aus den 1830er Jahren und in der Zusammenstellung von Paul Fähnle.



Auch beim letzten Geschichtsabend der Saison am Montag, 23. Februar 2026, wieder um 19 Uhr im Alten Rathaus, stehen bekannte und unbekannte historische Geschehnisse in Flein im Mittelpunkt.