Radtour nach Neckarsulm
Bericht von Horst Münzing, Fleiner Nachrichten vom 3. Juni 2026
Bei schönstem Sommerwetter radelte eine bunt gemischte Gruppe des Heimatvereins entlang des Neckars nach Neckarsulm.
Im Zweiradmuseum empfing uns Natalie Scheerle-Walz, die gut gelaunte Chefin persönlich.
Sie leitet sowohl das Zeiradmuseum, als auch das Stadtmuseum Neckarsulm. Der studierten Historikerin in den Bereichen Kunst und Technik ist es wichtig, Objekte mit Leben zu füllen und zu den Menschen in die Herzen zu tragen.
Sie überraschte uns mit einer äußerst unterhaltsamen, interessanten und informativen Führung durch das Museum.
An ausgewählten Stationen führte sie uns durch die Geschichte von NSU, von den Anfängen als Werkstatt für Nähmaschinen, über den Bau von Fahrrädern, der Entwicklung von Motorrädern und schließlich der Konstruktion von Automodellen. Das legendäre NSU Quickly, NSU-Rennmotorräder, der NSU Prinz und der Ro-80, damals seiner Zeit weit voraus, waren noch in lebhafter Erinnerung der Besucher. Wir erfuhren, dass NSU in den 50-er Jahren der weltweit größte Produzent von Motorrädern war und dass es damals allein in Deutschland 500 verschiedene Motorradhersteller gab.
Danach konnte man in der Kaffeerösterei bei einer Tasse Kaffee und Kuchen seine Eindrücke verarbeiten. Peter Wanner führte uns im Anschluss entlang der ehemaligen Stadtmauer durch die Geschichte Neckarsulms. Auch Neckarsulm wurde am Ende des zweiten Weltkrieges fast vollständig zerstört, so dass nur noch wenige historische Gebäude erhalten blieben, bzw. restauriert wurden.
Gegen 18 Uhr machte man sich auf den Heimweg Richtung Flein.


Besuch der St.-Veit-Schule in der Historischen Scheune
Bericht von Wolfgang Hahn, Fleiner Nachrichten vom 20. Mai 2026
Seit Jahren bietet der Heimatverein für Schulklassen Führungen im Felsenhaus und der historischen Scheune an. Dort
gibt es die Möglichkeit, Einblicke in das Dorfleben des letzten Jahrhunderts zu bekommen. In der Scheune können
Geräte aus Landwirtschaft, Weinbau und Handwerk hautnah besichtigt und teilweise auch betätigt werden.
Am 29. April war es wieder soweit, in der Historischen Scheune hatten wir Besuch von den Klassen 3a und 3b der St.-Veit-Schule.
Die neugierigen Schülerinnen und Schüler wurden jeweils in kleinen Gruppen von Mitgliedern des Scheunenteams durch die Ausstellung geführt. An den einzelnen Stationen konnten die Schüler anschauliche Einblicke die alltäglichen Tätigkeiten des letzten Jahrhunderts bekommen.
Hier erfuhren die Kinder, wie mühsam das Leben in früheren Zeiten war und wie sehr die Arbeit in Landwirtschaft und
Handwerk die Menschen beansprucht hat. Das eine oder andere Gerät wurde entdeckt, das auch bei Opa heute noch vorhanden ist.
Am Ende konnten die Kinder die vom Scheunenteam entwickelte “Scheunenrallye” ausfüllen, ein anschauliches Arbeitsblatt, das die Besonderheiten der einzelnen Stationen nochmals aufzeigte.

Wir freuen uns, dass der Kontakt zur St.-Veit-Schule durch das Engagement der Lehrerinnen aufrechterhalten wird.
Studienfahrt Hamburg und Altes Land mit Celle und Lüneburg
26. – 29. April 2026
Bericht von Hans Singer, Fleiner Nachrichten vom 6. Mai 2026
Erstes Ziel des Tages: Celle, die alte Herzogsstadt am Südrand der Lüneburger Heide. In zwei Gruppen zeigten uns die beiden Stadtführer das größte Fachwerkensemble der Welt – wir kamen aus dem Staunen nicht heraus.
Am späten Nachmittag ging es weiter in unser Quartier für die nächsten Tage nach Buchholz.
An Tag 2 war unser Ziel Hamburg:
Geführte Stadt-Rund-fahrt, Besuch der Elbphilharmonie, Hafen-Rundfahrt in einer Barkasse nur für uns und genügend Zeit, die Stadt noch auf eigene Faust zu erkunden.
Tag 3 – Altes Land:
Nur wenige kleine Städtchen, aber das größte zusammenhängende Obstanbau-Gebiet Deutschlands.
Vormittags vermittelte uns ein Führer ein Gefühl für die eigentlich überschaubare Ausdehnung dieser Gegend, erklärte uns einiges zu den vielen imposanten Fachwerk-Bauernhöfen und wie das Land im 12. Jahrhundert urbar gemacht wurde.
Ein Spaziergang durch die schöne Fachwerk-Altstadt von Stade am nordöstlichen Rand des Alten Landes schloss sich an.
Nach einem Mittagessen auf einem Obst-Hof in Jork fuhr uns der Chef persönlich mit seinem „Obsthof-Express“ durch seine Plantagen mit unzähligen Apfelbäumen in voller Blüte, aber auch anderem Steinobst und Beeren. Er berichtete dabei auch von der wirtschaftlichen Situation der Bauern im Alten Land. Durch die sehr personalintensive Arbeit und die gestiegenen Löhne ist der Erlös der Obst-Verkäufe kaum mehr auskömmlich.
Eine Führung durch Jork und ein kurzer Abstecher nach Buxtehude bildeten den Abschluss des Tages.
Tag 4 – Lüneburg und Heimfahrt:
Vormittags Führung in zwei Gruppen durch Lüneburg, reich geworden durch das „weiße Gold“ mit einer über 1000-jährigen Salz-siedetradition und beeindruckender Architektur im Stil der Backsteingotik.
Nach einem Mittagessen ging es dann wieder nach Flein, wo wir kurz vor 22:00 Uhr ankamen.

Die Teilnehmer der Studienfahrt bedanken sich ganz herzlich bei unserem umsichtigen Fahrer Mitch sowie insbesondere bei Roswitha und Michael Frank für die Mühe, die sie sich gemacht haben, was an der sehr guten Organisation erkennbar war. Es ist ihnen wieder gelungen, uns vier unvergessliche Tage zu bereiten.
Wir sind alle schon gespannt, welches Programm sie für das kommende Jahr zusammenstellen werden.
Mitgliederversammlung
am Montag, 2. März 2026 ab 19 Uhr im evang. Gemeindehaus
Bericht von Gudrun Haag-Erdösi, Fleiner Nachrichten vom 18. März 2026
Die diesjährige Mitgliederversammlung war sehr gut besucht und bot den Anwesenden ein abwechslungsreiches und
informatives Programm.
Für einen besonders stimmungsvollen Auftakt sorgten junge Musiker des Musikverein Frohsinn Flein, die mit ihrer musikalischen Einstimmung gleich zu Beginn für eine angenehme Atmosphäre sorgten.


Im Anschluss begrüßte der 1. Vorsitzende Horst Münzing die zahlreichen Mitglieder und Gäste und blickte gemeinsam mit dem Vorstand auf ein ereignisreiches Vereinsjahr zurück. In seinem Bericht ließ der Vorstand die vielfältigen Veranstaltungen und Aktivitäten des vergangenen Jahres Revue passieren und dankte allen engagierten Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz. Gleichzeitig gab er einen Ausblick auf die geplanten Projekte und Veranstaltungen im kommenden Jahr, die erneut viele interessante Programmpunkte versprechen.
Der Kassier stellte den Kassenbericht vor und informierte transparent über die finanzielle Situation des Vereins. Die Mitglieder konnten sich dabei von einer soliden und verantwortungsvollen Haushaltsführung überzeugen.
Besonders interessante Einblicke boten die Berichte aus den einzelnen Teams. Die Verantwortlichen informierten über ihre Arbeit in den Bereichen Studienfahrt, Felsenhaus, Scheune und Archiv. Dabei wurde deutlich, mit wie viel Engagement und Ideenreichtum in den verschiedenen Arbeitsgruppen gearbeitet wird. Die Mitglieder erhielten spannende Einblicke in laufende Projekte sowie in die Planungen für die Zukunft.
Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt waren die Wahlen. Dabei wurden der 1. Vorsitzende Horst Münzing, der Kassier Dr. Matthias Haug sowie die Beisitzer Miriam Roth, Steffen Baumann und Bernd Kurz einstimmig wiedergewählt.
Die Versammlung würdigte damit ihre engagierte Arbeit und das Vertrauen der Mitglieder in die bestehende Vereinsführung.
Auch Ehrungen standen auf dem Programm: Mehrere Mitglieder konnten für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im Verein
ausgezeichnet werden. Mit großem Applaus dankte die Versammlung den Geehrten für ihre langjährige Treue und ihr
Engagement.
Im Anschluss an den offiziellen Teil der Mitgliederversammlung erwartete die Mitglieder noch ein besonderer
Programmpunkt. In einer eindrucksvollen Bilderpräsentation nahm Dr. Matthias Haug die Anwesenden mit auf eine
spannende Reise in und auf die Comburg in Schwäbisch Hall. Mit äußerst interessanten Erläuterungen zur Geschichte und
Bedeutung dieses historischen Ortes rundete der Vortrag über die „Himmelsstadt“ Die Grosscomburg bei Schwäbisch
Hall“ den gelungenen Abend ab.

Die Mitgliederversammlung endete in angenehmer Atmosphäre und mit vielen guten Gesprächen – ein schöner Beleg für das lebendige Vereinsleben.
Café Naseweis geöffnet
am 22. Februar 2026 ab 14 Uhr im Felsenhaus in der Ilsfelder Straße
Bericht von Gerd Bergmann, Fleiner Nachrichten vom 4. März 2026
Dass das Kuchenbuffet im Felsenhaus zum „Café Naseweis“ wieder mit den verlockendsten Kuchen und Torten reich bestückt sein würde, das wussten die vielen treuen Stammgäste, die sich gleich bei Öffnung der Veranstaltung in seiner Guten Stube einfanden und von der ersten Minute an das Haus mit guter Laune füllten. Man rückte gerne zusammen um neu eintreffenden Gästen, darunter auch viele, die diese Traditionsveranstaltung zum ersten Mal besuchten und diese für sich entdeckten, Sitzplätze zu schaffen.


Und es tat der guten Laune auch keinen Abbruch, als selbst das Schlafzimmer des musealen Gebäudes, mit seinem Wickeltisch, noch ins Caféhausgeschehen miteinbezogen wurde. Viele, besonders die „neuen“ Gäste im Haus nahmen auch die Gelegenheit wahr, sich dessen Ausstellung anzusehen.
Dass das Angebot an Konditoreiwaren wieder gut angenommen (und gelobt) wurde und sich der Kuchentisch zusehends leerte, freut das fleißige Team, hatte man sich doch die viele Vorbereitungsarbeit nicht umsonst gemacht.
Dem Team sei hier, nach dem letzten „Café Naseweis“ dieser Saison, herzlicher Dank für ihre Arbeit und den Gästen ebenso herzlicher Dank für ihre Treue, ihre gute Laune und eine ansehnlich gefüllte Spendenbox ausgesprochen!
Der Winter neigt sich dem Ende zu und den nächsten lassen wir nicht eintreffen, ohne ihn im Herbst mit einer neuen Ausgabe von Café Naseweis zu begrüßen.
Sind Sie wieder dabei?
Einladung zum 4. Geschichtsabend in diesem Winterhalbjahr
am 23. Februar 2026 um 19 Uhr im Alten Rathaus mit Peter Wanner
Bericht von Gudrun Haag-Erdösi, Fleiner Nachrichten vom 11. Februar 2026
Auch beim letzten Geschichtsabend der Saison am
Montag, 23. Februar 2025, wieder um 19 Uhr im Alten Rathaus, stehen bekannte und unbekannte historische Geschehnisse in Flein im Mittelpunkt.

Fleiner Geschichte(n) im Alten Rathaus
3. Abend der 4. Staffel, Bericht von Gerd Bergmann, Fleiner Nachrichten vom 28. Januar 2026
Am Donnerstag dem 15. Januar füllte sich das Alte Rathaus wieder bis zum letzten Platz mit geschichtsinteressierten Zuhörern, um sich beim dritten Abend der Veranstaltungsreihe „Fleiner Geschichte(n) im Alten Rathaus“ vom Referenten Peter Wanner in die Vielfalt und Geheimnisse der Fleiner Flurnamen einführen zu lassen.
Nach dem gewohnten, diesmal kurz gehaltenen, Rückblick auf Ereignisse an diesem Kalendertag in der Fleiner Ortsgeschichte, führte die Bezugnahme auf eine im Jahre 1973, allerdings zwei Tage später, am 17. 01., durchgeführte Markungsumwanderung des Gemeinderates zum eigentlichen Thema:


Der Vielzahl und Interpretation von Flurnamen,
wie man sie auf alten Karten findet und wie sie in alten Urkunden genannt werden.
Im Mittelpunkt des Abends stand ein Lehensbrief des Klaraklosters aus dem 15. Jahrhundert, in dem beurkundet wird, welche Ländereien einem Bauern auf Fleiner Gemarkung zum Lehen gegeben wird; sowie die Sammlung Fleiner Flurnamen, die der bekannte frühere Schulleiter und Ortshistoriker Paul Fähnle zusammengestellt hat. (Verfasst in alter deutscher Schrift und teilweise nicht lesbar, hat Gerhard Münzing diese Liste in lateinische Schrift übertragen und Brigitte Wolf hat sie digitalisiert.) Allein die genannte Lehensurkunde nennt zur Lokalisierung und Identifizierung der verliehenen Ländereien an die 50 Flurnamen, die bezeugen, wie die Fleiner Gemarkung damals in kleinste geografische Einheiten aufgeteilt und in Sprache gefasst war. In der genannten Auflistung von Paul Fähnle sind es gar über 70. Viele davon sind aus den Karten und aus dem Bewusstsein der Bevölkerung verschwunden (Überbauungen, Flurbereinigungen, ...), viele aber auch heute noch bekannt und gebräuchlich, wie sich an der regen Anteilnahme der Zuhörerschaft erkennen ließ.
Diese alten Flurnamen, ihre Sammlung und Konservierung haben für die Geschichtsforschung einen hohen Zeugniswert, denn sie lassen Rückschlüsse auf frühere Besitzverhältnisse, Nutzungen und die Beschaffenheiten der bezeichneten Gebiete zu, bis hin zu historischen Ereignissen bei denselben. Die Interpretation der alten Quellen indes ist nicht einfach. Sprache war zur Entstehungszeit der alten Quellen noch nicht normiert, wie wir es heute gewohnt sind. Das damals gängige Vokabular war ein anderes und es war stark mundartlich geprägt. Manches ist dennoch leicht zu interpretieren:
„Klosterberg“ – „Aspenwald“ – „Landwehr“ - „Leimengrube“
In beiden genannten Quellen bleiben aber auch viele dort genannte Flurnamen rätselhaft, oder bieten zumindest Raum für vielfältige Interpretationen, denen sich auch der Leser / die Leserin anhand einiger Beispiele noch ein wenig hingeben darf:
„Edelys Berg“ – „Vytacker“ – „Wüzvers“ – „Der ander Flur gegen den wüwern hinus“
Als Publikation des Heimatvereins hat Emil Scheerle im Jahre 2007 die Broschüre
„Die Fleiner Flurnamen – Der Versuch einer Deutung ihrer Herkunft“ verfasst.

Vorschau:
Fleiner Geschichte(n) im Alten Rathaus
Bericht von Gudrun Haag-Erdösi, Fleiner Nachrichten vom 7. Januar 2026
Am Donnerstag, 15. Januar um 19 Uhr setzt der Heimatverein Flein seine beliebte Reihe zur Geschichte Fleins fort. Peter Wanner führt zunächst wieder zu den historischen Ereignissen des Tages zurück.
Im Mittelpunkt stehen dann aber besondere Geschichtszeugnisse: Die Flurnamen des Ortes. Brigitte Wolf hat eine Sammlung von Flurnamen ausgewertet, die Paul Fähnle Mitte der 1930er Jahre angelegt hat; der ehemalige Schulrektor war damals längst im Ruhestand. Dort gibt es Namen, die heute vergessen sind, wie die „Landwehr“, gelegen im Osten der Gemarkung.
Der Flurname „Landwehr“ in der „Urkarte“ aus den 1830er Jahren und in der Zusammenstellung von Paul Fähnle.
Auch beim letzten Geschichtsabend der Saison am Montag, 23. Februar 2026, wieder um 19 Uhr im Alten Rathaus, stehen bekannte und unbekannte historische Geschehnisse in Flein im Mittelpunkt.
